Falken warten auf Rückkehr in ihren Horst & planen derweil für die Zukunft

Falken warten auf Rückkehr in ihren Horst & planen derweil für die Zukunft

30.04.2020

Wie geht es nun in der HPYBET 2.Liga bzw. für die KSV weiter? Am 4. Mai tagen und beraten die Klubs erneut per Videokonferenz über die weitere Vorgehensweise in Österreichs zweithöchster Spielklasse. Da soll dann auch endgültig entschieden werden, ob die Saison in Liga 2 unter bestimmten Voraussetzungen fortgesetzt oder abgebrochen wird. Im Moment ist noch sehr vieles unklar – der Ausgang also noch völlig offen.

Aber zumindest was die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes betrifft, gibt es für unsere Jungs Licht am Ende des Tunnels. Die KSV-Kicker dürfen zumindest auf eine baldige “Lizenz zum Trainieren“ hoffen. Eine Rückkehr auf den Platz in absehbarer Zeit ist durchaus realistisch. Die Falken haben ihrerseits bereits ein Konzept ausgearbeitet und vorbereitet, wie ein Trainingsbetrieb unter Einhaltung aller Maßnahmen im Franz-Fekete-Stadion umgesetzt werden könnte und dieses an die Stadtgemeinde Kapfenberg übermittelt. Wenn dann die Erlaubnis von Seiten der Bundesregierung eintrifft, könnte man sofort loslegen:

„Wir möchten natürlich zurück auf den Platz und so schnell wie möglich wieder unserem Beruf nachgehen. Wir sind Fußballer und wollen Fußball spielen“, stellt Chef-Trainer Kurt Russ klar. „Ob Spiele unter Einhaltung aller Maßnahmen in dieser Saison noch möglich sind, ist ein anderes Thema. Die Gesundheit aller hat nach wie vor oberste Priorität. Und auch die wirtschaftliche Situation der Vereine gilt es zu bedenken. Es bringt nichts, wenn dann viele Klubs finanziell am Ende sind. Aber wichtig wäre, dass wir zumindest mal in Kleingruppen und mit dem nötigen Abstand unser Training aufnehmen und wieder Einheiten mit Ball auf dem Platz absolvieren könnten. Ich denke, dass das für uns auch im Rahmen des Möglichen wäre. Ich hoffe, dass wir bald von der Bundesregierung bzw. dann in weiterer Folge von der Stadtgemeinde die Trainingserlaubnis bekommen und vielleicht schon nächste oder übernächste Woche wieder trainieren dürfen. Das wäre ein kleiner, aber sehr wichtiger Schritt für uns in Richtung Normalität und würde den Spielern enorm helfen!“

Noch ist das Franz-Fekete-Stadion allerdings geschlossen (aller Voraussicht nach zumindest bis Mitte Mai), aber im Falkenhorst nutzt man den fußballerischen Lockdown, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Chef-Trainer Kurt Russ und die sportliche Leitung planen – unabhängig davon, ob die Meisterschaft nun fortgesetzt wird oder nicht – schon für die nächste Saison und basteln bereits an der Kaderzusammenstellung für die kommende Spielzeit. Und das ist in diesen herausfordernden Zeiten natürlich alles anderes als einfach, aber unbedingt notwendig.

Es wird mit ziemlicher Sicherheit wieder einen Umbruch geben – fix ist aber auch, dass ein guter Stamm mit viel Potenzial der KSV erhalten bleibt: Die Optionen der Eigengewächse – wie etwa Franz Stolz, Alex Steinlechner, Martin Gschiel, Marvin Hernaus & Amar Kvakic, die in dieser Saison bereits aufgezeigt haben und zu Stammspielern in Liga 2 gereift sind – werden bzw. wurden bereits gezogen. Auch der Vertrag von Leo Mikic, der zuletzt immer besser in Schuss kam, wird verlängert. Das sind schon mal sehr erfreuliche Nachrichten!

Die Falken setzen also weiterhin auf ihren Eigenbau und werden rund um ihre vielversprechenden Youngsters aus der eigenen Akademie und den Leistungsträgern (wie z.B. Matija Horvat, Paul Mensah, Filip Skvorc, die noch Vertrag haben) eine Mannschaft aufbauen:

„Man muss natürlich noch ein bisschen abwarten, wie sich das ganze entwickelt, aber wirtschaftlich und sportlich müssen wir klarerweise schon jetzt für die nächste Saison planen und daher werden wir die Zeit nützen und mit allen Spielern ausführliche Gespräche – was unsere Planungen für die nächste Spielzeit angeht – führen. Viele Verträge laufen aus und daher werden auch einige Spieler den Verein verlassen", erklärt Kurt Russ. "Den einen oder anderen möchte wir halten, aber klar ist, dass wir weiterhin kleine Brötchen backen müssen und finanziell – gerade jetzt – keine großen Sprünge machen können. Aber ich denke, wir haben gezeigt, dass wir mit unseren Eigenbauspielern aus der eigenen Akademie durchaus auf einem guten Weg sind und den möchten wir auch in Zukunft fortsetzen!“