Warten und Vorbereiten auf Tag X

Warten und Vorbereiten auf Tag X

07.04.2020

Zuhause bleiben, Abstand halten, sich selbst und alle Mitmenschen schützen! Die Maßnahmen ernst nehmen und auch befolgen! Aufeinander schauen und gesund bleiben! Das sind im Moment die obersten Gebote. Und das ist auch gut so! Die Gesundheit muss an erster Stelle stehen und hat oberste Priorität! Aber im Falkenhorst fragt man sich natürlich, wann man auch im Profifußball wieder (zumindest schrittweise) zur Normalität zurückkehren kann. Bei der KSV sowie bei allen Vereinen herrscht viel Ungewissheit. In den nächsten Tagen sollen vom Sportministerium aber weitere Anordnungen bzw. weitere Vorgangsweisen bekannt gegeben werden. Und die werden natürlich mit Spannung erwartet! Vielleicht bringt das dann auch ein wenig Klarheit, wann und wie der Trainingsbetrieb in den höchsten beiden Spielklassen wieder aufgenommen werden kann und darf.

Im Franz-Fekete-Stadion ist es derzeit klarerweise sehr ruhig. Geschäftsstelle, Trainings Gelände, etc. sind geschlossen und die KSV-Kicker seit 3 Wochen als Kurzarbeiter (alle Spieler, Betreuer und alle Mitarbeiter wurden nach Rücksprache mit allen Beschäftigten zur Kurzarbeit angemeldet) im Homeoffice – das heißt: Die Falken halten sich zu Hause mit einem von Fitness-Trainer Markus Felfernig erstellten Heimprogramm so gut wie möglich fit und spulen fleißig ihr individuelles Trainingsprogramm unter Einhaltung aller Maßnahmen ab. Chef-Trainer Kurt Russ arbeitet ebenfalls von zu Hause aus, kommt aber auch sporadisch ins (leere) KSV-Büro, um die jeweiligen Einheiten, die von seinen Spielern digital übermittelt werden, auszuwerten und weitere Trainingspläne zu erstellen:

„Jeder hat ein individuelles Programm und einen Trainingsplan bekommen und das wird auch mittels eines Chips aufgezeichnet und ausgewertet. So können sich die Jungs zumindest einigermaßen fit halten. Aber auf Dauer ist Training im “Homeoffice“ für einen Fußballer, der klarerweise eine andere Art von Training braucht, keine Lösung“, erklärt der Falkner, der mit seinen Jungs natürlich in regelmäßigen Kontakt steht und hofft, dass es bald von Seiten der Regierung und der Bundesliga auch einen konkreten Fahrplan – was die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs betrifft – gibt: „Die Ungewissheit ist natürlich ein Problem, daher hoffe ich, dass wir in den nächsten Tagen auch eine Marschrichtung bekommen, wie es vielleicht weitergehen kann und ob es eine Möglichkeit gibt, den Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen. Da gibt es klarerweise viele offene Fragen, die nicht so leicht zu beantworten sind: Wie kann man unter Einhaltung aller Maßnahmen, die ja unbedingt notwendig sind, wieder trainieren? Wann könnte die Liga wieder starten? Ist es überhaupt möglich die Meisterschaft fortzusetzen? Was passiert, wenn Spieler krank werden und sich mit dem Coronavirus anstecken? Was ist dann? Wie wird die Vorgangsweise dann aussehen? Egal wie man es dreht – es ist für alle eine sehr herausfordernde Situation. Niemand hat Erfahrung mit so was! Es gibt keine Blaupause“, so unsere Chef-Coach, der sich aber natürlich Gedanken macht, wie man unter Einhaltung aller Maßnahmen, demnächst das Training auf dem Platz wieder aufnehmen könnte:

„Für uns wäre natürlich auch Training in Kleingruppen eine Option und fürs erste eine gute Alternative. Das könnte schon gehen, wenn es dann von Seiten der Stadt und der Stadionverwaltung das OK gibt, dass wir wieder auf den Trainingsplatz dürfen. Sollte das möglich sein, überlegen wir die Mannschaft im jetzt leerstehenden Akademie-Wohnheim unterzubringen. Wir machen uns auf alle Fälle Gedanken und haben auch Überlegungen, wie wir das handhaben könnten. Ob das dann so umgesetzt werden kann, wird man sehen und ist eine andere Geschichte. Aus meiner Sicht gibt es insbesondere jetzt viel wichtigere Dinge als Fußball. Die Gesundheit aller Spieler und Mitarbeiter hat oberste Priorität und ist das wichtigste! Sollte es wieder möglich sein zu trainieren, werden wir das natürlich versuchen. Wir würden alle wahnsinnig gerne zurück auf den Fußballplatz. Allerdings muss dabei die Gesundheit immer im Vordergrund und an erster Stelle stehen!“

Die Bundesliga möchte die Meisterschaft nach jetzigem Stand unbedingt fortsetzen und regulär fertig spielen und auch Kurt Russ rechnet im Moment nicht mit einem kompletten Abbruch: „Wir wissen noch nicht wie und wann es weitergeht, aber es wird definitiv weitergehen und auf diesen Tag X bereiten wir uns vor! Ich weiß auch nicht, was die beste Vorgangsweise bzw. die beste Lösung wäre. Mir ist nur wichtig, dass alle gesund bleiben, damit wir bald alle wieder in unseren Alltag und zur Normalität zurückkehren können und alle gemeinsam wieder Fußball genießen können!“