„MÜSSEN UNS VOR KEINER MANNSCHAFT VERSTECKEN!“ – FALKNER KONTERT UNSACHLICHER KRITIK VON AUßEN

„MÜSSEN UNS VOR KEINER MANNSCHAFT VERSTECKEN!“ – FALKNER KONTERT UNSACHLICHER KRITIK VON AUßEN

05.06.2020

„Wir haben unter der Woche wieder hart gearbeitet und werden heute und morgen noch am letzten Feinschliff feilen und dann hoffe ich, dass wir das “Trainierte“ auch ins Spiel mitnehmen und umsetzen können. Die Jungs sind super drauf und topmotiviert und trotz der langen Pause in einer starken körperlichen Verfassung. Im Training sieht es jedenfalls schon ganz ordentlich aus und ich bin zuversichtlich, dass wir in Klagenfurt eine gute Figur machen werden und für eine Überraschung sorgen können. Ich denke wir sind bereit – es kann los gehen“, schildert Chef-Trainer Kurt Russ seine Eindrücke von der Trainingswoche und der letzten Vorbereitungsphase im Falkenhorst. Der Countdown zum Restart läuft – am Sonntag ist es dann soweit: Mit dem Duell gegen Aufstiegsaspirant Klagenfurt fällt für die KSV-Kicker der Startschuss zum Wiederbeginn in der HPYBET 2.Liga. Und die Falken brennen schon auf den Auftakt und das mit Spannung erwartete “Matinee am Wörthersee“! Die Vorfreude ist auf alle Fälle sehr groß!

Ziemlich verärgert und irritiert zeigt man sich im Falkenhorst allerdings über diverse Äußerungen und Anschuldigungen anderer Vereine. In den letzten Tagen kritisierten einige Clubs via Medien unser 29-Mann-Aufgebot für die restlichen 11 Runden und unterstellten der KSV sogar „Wettbewerbsverzerrung“! Aussagen wie “Es würde eine schiefe Optik entstehen“ oder “Es wäre eine bodenlose Frechheit und imageschädigendes Verhalten“, wie man in Kapfenberg die Mannschaft für den Restart zusammenstellte, machten unseren Headcoach stinksauer und richtig zornig:

„Wir arbeiten hier Tag und Nacht und tun alles, um in den restlichen Runden eine top-fitte und schlagkräftige Truppe auf den Platz zu bringen, die den Zusehern vor den Bildschirmen herzerfrischenden und leidenschaftlichen Fußball bietet und dann muss ich mich gegenüber anderen Clubs und Außenstehenden rechtfertigen, wie ich als Trainer meine eigene Mannschaft auf- und zusammenstelle – das ist für mich die eigentliche Frechheit. Derartige Unterstellungen wie “Wettbewerbsverzerrung“ lassen wir sicher nicht auf uns sitzen“, ärgert sich Kurt Russ.

„Kader-Entscheidungen, die wir als Trainerteam im Sinne des Vereins und für die weitere Zukunft getroffen haben, von außen zu kommentieren und – ohne die Hintergründe und ohne einzelne Spieler bzw. meine Mannschaft zu kennen – zu kritisieren, finde ich unsachlich und nicht korrekt. Ich musste sogar bei der der Bundesliga Stellung über meine Kader-Nominierung beziehen“, berichtet der Falkner.

„Ich kann die Anschuldigungen und Äußerungen überhaupt nicht nachvollziehen. Wir haben ja nicht die ganze Mannschaft ausgetauscht und treten mit einer völlig neuen Mannschaft an. Man muss schon genauer hinschauen. Ein großer und wichtiger Teil der Stammmannschaft ist nach wie vor an Bord. Dass etwa David Sencar in den Trainerstab wechselt war ohnehin schon länger geplant und jetzt der richtige Zeitpunkt. Und er wird ja weiterhin für die Mannschaft da sein und jetzt eben von der Seitenlinie aus und als Coach wichtige Impulse für die Jungs geben. Und beim Rest des Kaders haben wir uns dazu entschlossen ein paar Profis in dieser Saison nicht mehr einzusetzen und stattdessen unsere Eigenbauspieler in den restlichen Runden noch mehr zu forcieren und einzubauen. Einige unserer Jungfalken waren zwar noch nicht in der 2.Liga im Einsatz, aber alle die jetzt dabei sind, waren bereits zuvor Teil unseres Kaders und haben tagtäglich mit der Kampfmannschaft trainiert. Was daran verwerflich sein soll auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, weiß ich nicht. Unser Kapital ist unsere Akademie bzw. sind unsere Eigengewächse und denen wollen wir die Möglichkeit geben, neben unseren arrivierten Stammspielern, wie z.B. Skvorc, Horvat, Lang, Eloshvili, Cetina und Mensah heranzureifen und Erfahrung und Einsatzzeit in der zweithöchsten Spielklasse zu sammeln. Das haben wir auch schon im Herbst bzw. im Frühjahr u.a. mit Stolz & Gschiel gemacht, die dann zu Leistungsträgern avancierten. Das ist doch was Positives und sollte nicht ins Negative gezogen werden“, erklärt unser Coach und stellt noch einmal klar:

„Wir müssen uns mit unserer jungen Truppe vor keinem Team in der Liga verstecken, können gegen jeden Gegner bestehen. Davon bin ich überzeugt. Sonst hätten wir das nicht gemacht! Und ich kann jedem versichern, dass wir alles geben werden, um jedes Spiel erfolgreich zu gestalten! Jeder der mich kennt weiß, dass ich immer und gegen jeden gewinnen will!“

Zusatz: „Wir haben das übrigens auch letztes Jahr des Öfteren gemacht, dass wir unter der Saison immer wieder mal, einige Stammspieler draußen gelassen und fast ausschließlich mit den ganz Jungen aufgelaufen sind. Wir haben z.B. im letzten Frühjahr beim Auswärtsmatch gegen Blau Weiss Linz mit der damals jüngsten KSV-Truppe aller Zeiten gespielt – da waren viele Burschen dabei, die zuvor noch keine einzige Minute in der 2.Liga gespielt haben und erstmals zum Einsatz kamen. Da hat keiner was gesagt und gewonnen haben wir übrigens auch…“

„Aber wir lassen uns durch diese unangenehmen Nebengeräusche nicht von unserem Weg abbringen und werden versuchen die Antwort auf dem Platz zu geben. Ich hoffe, dass uns das bereits am Sonntag in Klagenfurt gelingt!“